Wer war Marshall Rosenberg?
Marshall Bertram Rosenberg war ein US-amerikanischer Psychologe, Mediator und Begründer der Gewaltfreien Kommunikation (GFK). Geboren am 6. Oktober 1934 in Ohio, prägten ihn bereits in seiner Jugend Erfahrungen mit Gewalt. Diese Erlebnisse weckten sein Interesse an den Ursachen von Konflikten und an Möglichkeiten, diese durch Kommunikation zu lösen. Später entwickelte er die Methode der Gewaltfreien Kommunikation, die weltweit Menschen hilft, Konflikte empathisch und ohne Eskalation zu lösen.
1984 gründete Rosenberg das Center for Nonviolent Communication (CNVC), das er bis 2012 leitete. Seine Arbeit beeinflusste nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Organisationen und politische Institutionen weltweit.
Neben Vera Birkenbihl, Paul Watzlawick, Gregory Bateson, Virginia Satir, Friedemann Schulz von Thun und Steve de Shazer, zählt Marshall Rosenberg für uns persönlich zu den absoluten Legenden der Kommunikation.

Das Center for Nonviolent Communication (CNVC)
Das Center for Nonviolent Communication (CNVC) ist eine internationale Organisation, die sich für die Verbreitung der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) einsetzt. Das Ziel ist es, Menschen auf der ganzen Welt darin zu schulen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen – sowohl im persönlichen als auch im beruflichen und politischen Umfeld.
Das CNVC bietet Schulungen, Workshops und Trainings an, um die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation zu vermitteln und so ein friedlicheres Miteinander zu fördern.
Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg
Aber worum handelt es sich überhaupt bei der gewaltfreien Kommunikation? Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist eine Kommunikationsmethode, die darauf abzielt, Konflikte auf eine Weise zu lösen, die gegenseitigen Respekt und Verständnis fördert. Laut Rosenberg können Worte nicht nur verbinden, sondern auch verletzen. Die GFK hilft dabei, Missverständnisse zu reduzieren und ein wertschätzendes Miteinander zu schaffen.
Marshall Rosenberg und die Entwicklung der Gewaltfreien Kommunikation
- Beobachtung – Eine neutrale Beschreibung der Situation, ohne Bewertungen oder Interpretationen.
- Gefühle – Ausdruck der eigenen Emotionen, die durch die Situation ausgelöst wurden (Ärger, Trauer, Wut, Enttäuschung, Angst, etc.).
- Bedürfnisse – Klärung, welche grundlegenden Bedürfnisse hinter den Gefühlen stehen.
- Bitte – Eine konkrete, umsetzbare Bitte an das Gegenüber, um die Situation positiv zu verändern.
Diese Methode kann sowohl in privaten Beziehungen als auch im beruflichen Umfeld helfen, Konflikte auf eine wertschätzende Weise zu lösen.
Grundprinzipien der Gewaltfreien Kommunikation
Die Gewaltfreie Kommunikation basiert auf folgenden Annahmen:
- Jede menschliche Handlung dient der Erfüllung von Bedürfnissen.
- Gewalt (physisch oder verbal) entsteht durch unerfüllte Bedürfnisse.
- Durch Kooperation können Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden.
- Menschen helfen gerne, wenn dies freiwillig geschieht.
- Wahre Empathie ist die Grundlage für erfolgreiche und friedliche Kommunikation.
Diese Prinzipien helfen dabei, Konflikte konstruktiv und mit gegenseitigem Respekt zu bewältigen.

Ziele der Gewaltfreien Kommunikation
Die Gewaltfreie Kommunikation verfolgt folgende Hauptziele:
- Reduktion von physischer und verbaler Gewalt
- Förderung von Empathie und Wertschätzung
- Besserer Umgang mit Konflikten
- Konstruktiver Austausch ohne Schuldzuweisungen
- Klare und respektvolle Kommunikation
Wie genau das mit der Klärung von Beobachtung, Gefühl und Bedürfnis gemeint ist, erklärt Marshall Rosenberg im Folgenden Video mit seinem kennzeichnenden Rollenspiel “Wolf und Giraffe”:
Marshall Rosenberg Zitate – Inspiration zur Gewaltfreien Kommunikation
Marshall Rosenberg hat zahlreiche inspirierende Zitate hinterlassen, die die Essenz der Gewaltfreien Kommunikation zusammenfassen:
“Wenn wir unsere Bedürfnisse nicht ernst nehmen, tun es andere auch nicht.”
“Deine Gegenwart ist das wertvollste Geschenk, das du einem anderen menschlichen Wesen machen kannst.”
“Depression ist die Belohnung fürs Bravsein.”
“Die Schönheit in einem Menschen zu sehen ist dann am nötigsten, wenn er auf eine Weise kommuniziert, die es am schwierigsten macht, sie zu sehen.”
“Richten wir unsere Aufmerksamkeit lieber auf das, was wir tun wollen, und nicht auf das, was schief gelaufen ist.”
Diese Zitate verdeutlichen, wie wichtig es ist, bewusst und empathisch zu kommunizieren.
Unsere Legenden der Kommunikation
Mit seiner Gewaltfreien Kommunikation zählt Marshall Rosenberg definitiv zu unseren Kommunikationslegenden. Wir von NEVEREST Lifelong Learning sehen Kommunikation als eines der allerwichtigsten Tools im Bereich der Aus- und Weiterbildung, der (Erlebnis-)Pädagogik, dem Coaching, der Psychologie und dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Daher wenden wir die Theorien und Konzepte von Kommunikationsgenies wie Vera Birkenbihl, Paul Watzlawick, Virginia Satir, Gregory Bateson und Marshall Rosenberg auch regelmäßig im Seminarraum selbst an. Möchtest du mehr über Kommunikation lernen und von den größten Kommunikationsgenies inspiriert werden? Dann entdecke gerne weitere spannende Artikel auf unserem Blog!
Na dann, auf geht’s! Viel Spaß beim Schmökern! 😀

